Landwirt/in EFZ/EBA

Physische Aktivität, Tiere, Natur
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Landwirte und Landwirtinnen bewirtschaften Bauernhöfe und pflegen das Kulturland. Sie bauen Pflanzen an und/oder halten Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion.

 
Werner Linder, Landwirt und Arnaud Meuwly, Landwirtlehrling

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Bei der Arbeit

Ablauf der Lehre

Ihre Hauptaktivitäten bestehen aus:

Die Ausrichtung eines Bauernhofs definiert die Aufgaben des Landwirtes. Je nach Schwerpunkt ihres Betriebs bauen Landwirte vor allem Getreide, Gemüse, Obst oder Kräuter an oder sie halten Kühe, Schweine, Hühner, Ziegen oder Schafe. Die meisten Höfe spezialisieren sich, etwa auf Tiermast, Ackerbau oder Gemüsebau. Es gibt aber auch Betriebe, die verschiedene Bereiche abdecken.

Im Acker- und Pflanzenbau sind Landwirtinnen für die Bearbeitung der Böden zuständig. Sie entscheiden, welche Pflanzen und Getreide angebaut werden. Nach dem Säen oder Pflanzen kontrollieren sie, ob die Kulturen sich gut entwickeln. Sie düngen ihre Felder und setzen umweltverträgliche Pflanzenschutzmittel ein. Landwirtinnen mit Schwerpunkt Biolandbau sind besonders darauf spezialisiert, nachhaltig zu wirtschaften, den Boden fruchtbar und eine grosse Artenvielfalt zu erhalten.

Ihre Tiere halten Landwirte artgerecht. Sie füttern sie, misten die Ställe aus, sorgen für Klauen- und Fellpflege und die notwendigen Impfungen. Kühe werden mit modernen Melkmaschinen gemolken. Landwirte züchten Jungtiere und ziehen sie auf. Regelmässig werden Ställe und Weiden kontrolliert. Kleinere Reparaturen, aber auch andere Handwerksarbeiten, machen sie selber.

Lebensmittel wie Milch, Fleisch, Eier sowie Obst und Gemüse verarbeiten und lagern Landwirtinnen fachgerecht. Sie bereiten ihre Produkte für den Verkauf vor, liefern sie ab oder vermarkten sie direkt in ihrem Hofladen.

Für die meisten Arbeiten benutzen Landwirte Maschinen wie Traktoren, Ladewagen, Mäh- und Erntemaschinen. Mithilfe von Computerprogrammen halten sie beispielsweise die Nährstoffbilanz des Bodens oder die Produktqualität fest und sie berechnen und dokumentieren die Futtermittelmengen. Bei der täglichen Arbeit halten sie die Richtlinien zum Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz ein.

Berufsverhältnisse

Landwirte und Landwirtinnen bewirtschaften einen eigenen oder gepachteten Betrieb. Sie können auch als Angestellte auf einem grossen Bauernhof oder in landwirtschaftlichen Genossenschaften arbeiten. Weitere Tätigkeitsfelder sind landwirtschaftliche Beratung, Weiterverarbeitung ­und Handel. Die Arbeitsbelastung kann je nach Wetter und Jahreszeit hoch sein. Aus wirtschaftlichen Gründen arbeiten viele Landwirte und Landwirtinnen nur Teilzeit oder saisonal auf einem Hof und übernehmen Nebenjobs. Um auf dem Markt bestehen zu können, brauchen Landwirte unternehmerisches Denken, Einfallsreichtum und ein Gespür für landwirtschaftliche Trends.

Typischen Arbeitstag

05h30

Anfang der Arbeit

Melken und Füttern (Futtermischwagen befüllen, 2 Ballen Grassilage und Mais vom Silo. Mineralsalze, Soja und Rapsschrott hinzufügen und alles mischen)
07h30

Sich um die Tiere kümmern

Kühe auf die Weide bringen und Ställe reinigen
09h00

Handwerkliche Arbeit

Die Weiden der Rinder vorbereiten.
13h00

Pflügen

Vorbereiten des Pfluges: Anhängen des Pfluges, Wechseln von Verschleissteilen, Schmieren der beweglichen Teile, Einstellen des Pfluges
16h00

Sich um die Tiere kümmern

Kühe von der Weide holen. Melken und füttern

Weiterbildungen

Landwirten/innen können folgende Weiterbildungen machen:

Kurse

Angebote von landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungs­zentren

Zusatzausbildung

Nach Abschluss der Grundbildung kann eine verkürzte, 1-jährige Grundbildung in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf absolviert werden.

Berufsprüfung (BP)

Betriebsleiter/in Landwirtschaft, Gemüsebau, Obstbau oder Geflügelwirtschaft mit eidg. Fachausweis oder eine andere Berufsprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft; Fachmann/-frau der biologisch-dynamischen Landwirtschaft mit eidg. Fach­ausweis

Höhere Fachprüfung (HFP)

Meisterlandwirt/in, Geflügelwirtschaftsmeister/in, Gemüsegärtnermeister/in, Obstbaumeister/in oder eine andere Höhere Fachprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft

Höhere Fachschule

Dipl. Agro-Techniker/in HF, dipl. Agro-Kaufmann/-frau HF

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Agronomie, Bachelor of Science (FH) in Umweltingenieurwesen, Bachelor of Science (FH) in Lebensmittel­technologie

Allgemeine Informationen und Kontakte

Ort

Bildung in beruflicher Praxis

  • In landwirtschaftlichen Betrieben

Schulische Bildung

  • + 2. Jahr: ca. 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
  • Jahr: Blockkurse an einer Landwirtschaftsschule
  • Schulort: CFTN in Grangeneuve FR

Vorbildung

  • obligatorische Schule mit mittleren oder hohen Anforderungen abgeschlossen
  • mit einem landwirtschaftlichen Berufsattest (EBA), mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) eines anderen Berufs oder mit einem Maturitätsabschluss dauert die Ausbildung zum/r Landwirt/in EFZ in der Regel 2 Jahre
  • mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) eines anderen landwirtschaftlichen Berufs dauert die Ausbildung zum/r Landwirt/in EFZ in der Regel 1 Jahr

Dauer

3 Jahre

Möchten Sie eine EBA machen?

Adressen

Freiburgische Landwirtschaftskammer

Route de Chantemerle 41
1763 Granges-Paccot
026 467 30 00

Freie Praktikumsstellen in einem Unternehmen

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