Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ/EBA

Gesundheit-Soziales, Unterricht
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Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FaGe) EFZ betreuen Menschen jeden Alters im Alltag oder während einer Krankheit. Sie arbeiten in Spitälern, in Heimen und anderen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens. Dort übernehmen sie Aufgaben in der Pflege, Ernährung und Verwaltung.

 
Luisa Grichting und Daniela Schneider, Fachfrauen in Gesundheit

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Bei der Arbeit

Ablauf der Lehre

Ihre Hauptaktivitäten bestehen aus:

Pflege und Unterstützung im Alltag

  • Menschen unterstützen bei der Hygiene und Körperpflege (Dusche, Bad, Toilette), beim An- und Auskleiden helfen, rasieren und frisieren, die Selbständigkeit der betreuten Menschen fördern und eine Vertrauensbeziehung aufbauen
  • Wäsche und Kleider waschen, Bettwäsche wechseln, verschiedene Hausarbeiten verrichten wie Abwasch oder Reinigung
  • bei der Einnahme von Mahlzeiten helfen, auf ausgewogene Ernährung achten und Diäten einhalten
  • Menschen mit Gehbeeinträchtigungen unterstützen bei der Benutzung des Rollstuhls oder Rollators, bei Bettlägerigkeit Betroffene hinlegen und umlagern
  • für regelmässigen Alltag sorgen, animieren zu Aktivitäten
  • Gesundheitszustand beobachten, aufzeichnen und bei Veränderungen an medizinisches Personal weiterleiten, im Notfall Alarm schlagen und Erste Hilfe leisten
  • Menschen am Lebensende begleiten

Medizinische Betreuung und Verwaltung

  • Temperatur und Blutdruck messen, Puls nehmen
  • Blut- und Urinproben nehmen und ins Labor schicken
  • Medikamente vorbereiten und nach Anweisung des Pflegepersonals verabreichen, Injektionen geben
  • Infusionen und künstliche Ernährung einstellen
  • Verbände wechseln und Wunden versorgen
  • Hygiene- und Sicherheitsregeln kennen und anwenden, gebrauchtes Material ordnungsgemäss und umweltschonend entsorgen, Instrumente reinigen und desinfizieren
  • Präventionsprojekte unterstützen wie Impfkampagnen
  • Dokumente erstellen für die Aufnahme, Verlegung oder Entlassung eines betreuten Menschen
  • Menschen begrüssen und ihnen Räumlichkeiten zeigen
  • externe Termine planen, wie Physiotherapie oder Arztbesuch, und wo nötig Menschen begleiten
  • Verwaltungsarbeiten am Computer übernehmen, Bestände von Geräten, Medikamenten und Nahrung überprüfen und Bestellungen vornehmen, an Sitzungen teilnehmen

Berufsverhältnisse

Fachfrauen und Fachmänner ­Gesundheit (FaGe) EFZ arbeiten in verschiedensten Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens, zum Beispiel in Spitälern, psychiatrischen Kliniken, Rehabilitationszentren, Alters- und Pflegezentren, Heimen für Menschen mit Beeinträchtigungen oder im Bereich Spitex. Je nach Arbeitsort müssen die Berufsleute mit unregelmässigen Arbeitszeiten rechnen. Diese können Nacht- und Wochenenddienste beinhalten. Teilzeitarbeit ist möglich. Die Aussichten auf dem Stellenmarkt sind gut, qualifizierte Berufsleute im Pflege- und Betreuungsbereich sind gesucht.

Typischen Arbeitstag

08h00

Morgengespräch

Teilnahme am Übergaberapport – Sammeln von Informationen / Kenntnisnahme der Planung und Vorbereiten der vorgesehenen Pflegeaktivitäten
09h30

Grundversorgung

Ausführung der Körperpflege der Patienten, Behandlungspflege (wie z.B. das wechseln von Verbänden) oder Ausführung von medizinaltechnischen Verrichtungen (wie z.B. Blutzuckermessen)
11h30

Bedienung

Bekleiden von Bewohnern. Mahlzeitdienste, eventuell Unterstützung bei der Ernährung
13h30

Spezifische Pflegen

Durchführung der spezifischen Pflegeleistungen, Organisation der Transporte, Einzelbetreuung, administrative Aufgaben (Pflegedokumentation)
15h30

Vorbereitung vom nächsten Tag

Planung und Vorbereitung des nächsten Tages – Übertragungen für das Abend-/ Nachtteam oder für den nächsten Tag

Weiterbildungen

Fachfrauen/-männer Gesundheit EFZ können folgende Weiterbildungen machen:

Kurse

Angebote von Fachschulen, Verbänden und Institutionen des Gesundheits- und Sozial­wesens

Berufsprüfung (BP)

Mit eidg. Fachausweis: z. B. Fachmann/-frau Langzeitpflege und -betreuung, Medizinische/r Praxiskoordinator/in, Berater/in für respiratorische Erkrankungen, Fachmann/-frau für neurophysiologische Diagnostik, Medizinische/r Masseur/in, Transportsanitäter/in

Höhere Fachprüfung (HFP)

Mit eidg. Diplom: z. B. Experte/Expertin biomed. Analytik/Labormanagement., Experte/Expertin für Zytodiagnostik, Fachexperte/-expertin in diversen Gesundheitsbereichen

Höhere Fachschule

Z. B. dipl. Pflegefachmann/-frau HF, dipl. Aktivierungsfachmann/-frau HF, dipl. Dental­hygieniker/in HF, dipl. Radiologiefachmann/-frau HF, dipl. Fachmann/-frau Operationstechnik HF, dipl. Rettungssanitäter/in HF oder dipl. biomedizinische/r Analytiker/in HF

Fachhochschule

Z. B. Bachelor of Science (FH) in Pflege, in Physiotherapie, in Osteopathie, in Ergotherapie, in Ernährung und Diätetik, Hebamme oder in Sozialer Arbeit. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungs­bedingungen.

Allgemeine Informationen und Kontakte

Ort

Im Betrieb:

  • Bildung in beruflicher Praxis in einer Institution des Gesundheits- oder Sozialwesens
  • Schulische Bildung im ersten und zweiten Jahr 2 Tage pro Woche an der Berufsfachschule; im dritten Jahr 1 Tag
  • Schulort: ESSG in Posieux

Vorbildung

  • obligatorische Schule abgeschlossen

Dauer

3 Jahre

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Adressen

OrTra Gesundheit und Soziales Freiburg

Rue de Rome 3

Fribourg 1700

026 321 43 65

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